LG Trier: Kein Schmerzensgeld bei Defekt der einzigen Toilette in einer Regionalbahn

Wer wegen des Ausfalls der einzigen Toilette in einer Regionalbahn stundenlangen Harndrang aushalten muss und nach Ankunft am Zielbahnhof unkontrolliert die Blase entleert, hat gegen das Verkehrsunternehmen keinen Anspruch auf Schmerzensgeldzahlung, wenn zumutbare Möglichkeiten bestanden, die Fahrt zu unterbrechen. Das hat das LG Trier auf die Berufung des bekl. Verkehrsunternehmens entschieden, nachdem das AG zuvor ein Schmerzensgeld in Höhe von 200 Euro zugesprochen hatte.