OLG Köln: Grenzen der Berichterstattung über Fußballnationalspieler

Der auf Pressesachen spezialisierte 15. Zivilsenat des OLG Köln hatte über die Grenzen der Berichterstattung über einen Fußballnationalspieler und dessen langjährige Freundin zu entscheiden. Die Onlineausgabe einer Boulevardzeitung hatte über einen Kurzurlaub des Spielers auf einer Yacht zusammen mit einer „unbekannten Schönen“ berichtet. Dabei hatte sie den Kläger u.a. als „Käpt’n Knutsch“ bezeichnet und Fotos veröffentlicht, auf denen diese Frau und er sich küssen. Außerdem veröffentlichte sie Fotos des Spielers und seiner langjährigen Freundin im Zusammenhang mit einem Fußball-Länderspiel („Sie verzeiht ihm“). Der Spieler und seine Freundin verklagten die Zeitung auf Unterlassung. Während das LG Köln der Klage vollständig stattgegeben hatte, unterschied der 15. Zivilsenat des OLG Köln zwischen den Bildern und dem Text.

OLG Hamm: Intimfoto unerlaubt im Internet veröffentlicht – 7000 Euro Schmerzensgeld

Veröffentlicht ein Mann ein Foto, das ihn mit einer Frau beim Oralverkehr zeigt, ohne Zustimmung der Frau im Internet und erleidet die Frau deswegen einen gesundheitlichen Schaden, kann ihr ein Schmerzensgeld – im vorliegenden Fall in Höhe von 7000 Euro – zustehen. Das hat der 3. Zivilsenat des OLG Hamm entschieden und damit die erstinstanzliche Entscheidung des LG Münster dem Grunde nach bestätigt.