Rezension: Einführung in die betriebliche Altersversorgung

Der Buttler, wer kennt ihn nicht? Bereits seit 2001 kann man mit dem Buttler in das Arbeits-, Sozialversicherungs- und Steuerrecht der betrieblichen Altersversorgung einsteigen. Seine klare und gutverständliche Einführung in die betriebliche Altersversorgung erscheint nun in der 8. Aufl. im September 2017 und vermittelt den neuesten Wissensstand, indem nicht nur die herkömmlichen gesetzlichen Regelungen dargestellt werden, sondern auch die Neuregelungen, die zum 1.1.2018 in Kraft treten werden. Dies sind z.B. die geänderten Unverfallbarkeitsregelungen, die auf der Umsetzung der EU-Mobilitätsrichtlinie beruhen. Dies sind aber auch die Änderungen, die mit dem Betriebsrentenstärkungsgesetz verbunden sind.

Rezension: Die Hausratversicherung – Eine Erläuterung anhand praktischer Fälle

Der Verlag Versicherungswirtschaft hat eine neue Reihe von Kommentierungen unter dem Namen „Grundlagen und Praxis“ herausgegeben, in der Praktiker für Praktiker schreiben und die wesentlichen Grundzüge der besprochenen Thematik darlegen und an Beispielen erörtern. In der Einführung heißt es denn auch, Ziel der Reihe sei, „die wichtigsten Sparten und viele weitere Themen … einfach und verständlich“ zu erläutern. Es gehe ausschließlich um „relevantes Basiswissen“, deren Vermittlung durch einen „hohen Visualisierungsgrad und großen Praxisbezug im Interesse einer effektiven Wissensvermittlung“ erreicht werden soll. Im Vorwort sprechen die Autoren den Leser unmittelbar an und vermuten, dass dieser sich zielgerichtet in das besprochene Thema „Hausratversicherung“ einarbeiten wolle und „dabei keine klassischen Lehrbücher“ bevorzuge. Dann sei dieser Leser „hier genau richtig“.

Rezension: Bürgerliches Gesetzbuch – Band 2: Schuldrecht, Teil 1 §§ 241–610 und Teil 2 §§ 611–853

Mit dem Nomos-Kommentar, dem Anwaltskommentar zum BGB, sind die Gesamtherausgeber Dauner-Lieb, Heidel und Ring in die 3. Aufl. gestartet. Schon vom Umfang her ist die Kommentierung des Schuldrechts ein Großkommentar. Eine Vielzahl ausgewiesener Zivilisten von hohem wissenschaftlichem Rang kommentiert das Recht der Schuldverhältnisse. Ihre Zahl bedeutet, dass nicht auf alle Autoren und die Einzelheiten der Kommentierung eingegangen werden kann.
Krebs beginnt Bd. 2/1 mit den §§ 241 ff. und widmet sich – schon wie in der Vorauflage – der Bestimmung des § 241 a (unbestellte Leistungen), der im deutschen Recht immer noch keine praktische Bedeutung erlangt hat. Die Kommentierung des § 242 ist im Wesentlichen unverändert geblieben.

Rezension: Seehandelsrecht. Systematische Darstellung

Endlich – endlich ist er da, der neue „Herber“. 18 Jahre nach der ersten Auflage legt Rolf Herber sein Lehrbuch in der 2. Aufl. vor und bringt es damit auf den derzeitigen Stand des Rechts. Im Mittelpunkt der Neubearbeitung steht natürlich das 2013 in Kraft getretene neue Schifffahrtsrecht; das Buch wurde aber durchgehend überarbeitet. Herber nennt sein Werk selbst eine „Systematische Darstellung“ und nimmt damit die Einschätzung eines jeden Rezensenten vorweg. Denn besser und prägnanter lässt sich das Buch nicht beschreiben. Allenfalls der Titel betreibt in gewisser Weise Etikettenschwindel, zu eigenen Lasten. Denn Herber widmet sich weit mehr als dem eigentlichen Seefrachtrecht, wenn dieses auch, wegen seiner Bedeutung völlig zu Recht, mit fast 100 S. ein Schwergewicht darstellt.

Rezension: Der verwerflich handelnde Geschädigte

Der verwerflich handelnde Geschädigte
Rechtsschutzversagung wegen rechts- oder sittenwidrigen Verhaltens im deutschen und englischen Deliktsrecht

Von Lorenz Mayr
(Verlag Mohr Siebeck, Tübingen 2015, brosch., XVII und 341 S., ISBN 978-3-16-154228-2, 64 Euro; Bd. 32 der Schriftenreihe der Gesellschaft für Rechtsvergleichung e. V.)

Ein Einbrecher dringt in eine Garage ein, durch die er in das dazugehörende Haus einbrechen will, was aber nicht gelingt. Gleichzeitig fällt das Garagentor zu, sodass der Einbrecher mehrere Tage in Gefangenschaft verbringt, die er aber durch den Verzehr von Wasser und Tiernahrung, die in der Garage gelagert wurden, überlebt. Ein US-amerikanisches Gericht spricht ihm anschließend ein Schmerzensgeld zu, weil der Eigentümer des Hauses nicht hinreichend Vorsorge getroffen hatte, dass das Garagentor nicht zufallen konnte bzw. von innen nicht wieder zu öffnen war.