Rezension: Bürgerliches Gesetzbuch – Band 2: Schuldrecht, Teil 1 §§ 241–610 und Teil 2 §§ 611–853

Mit dem Nomos-Kommentar, dem Anwaltskommentar zum BGB, sind die Gesamtherausgeber Dauner-Lieb, Heidel und Ring in die 3. Aufl. gestartet. Schon vom Umfang her ist die Kommentierung des Schuldrechts ein Großkommentar. Eine Vielzahl ausgewiesener Zivilisten von hohem wissenschaftlichem Rang kommentiert das Recht der Schuldverhältnisse. Ihre Zahl bedeutet, dass nicht auf alle Autoren und die Einzelheiten der Kommentierung eingegangen werden kann.
Krebs beginnt Bd. 2/1 mit den §§ 241 ff. und widmet sich – schon wie in der Vorauflage – der Bestimmung des § 241 a (unbestellte Leistungen), der im deutschen Recht immer noch keine praktische Bedeutung erlangt hat. Die Kommentierung des § 242 ist im Wesentlichen unverändert geblieben.

Rezension: Seehandelsrecht. Systematische Darstellung

Endlich – endlich ist er da, der neue „Herber“. 18 Jahre nach der ersten Auflage legt Rolf Herber sein Lehrbuch in der 2. Aufl. vor und bringt es damit auf den derzeitigen Stand des Rechts. Im Mittelpunkt der Neubearbeitung steht natürlich das 2013 in Kraft getretene neue Schifffahrtsrecht; das Buch wurde aber durchgehend überarbeitet. Herber nennt sein Werk selbst eine „Systematische Darstellung“ und nimmt damit die Einschätzung eines jeden Rezensenten vorweg. Denn besser und prägnanter lässt sich das Buch nicht beschreiben. Allenfalls der Titel betreibt in gewisser Weise Etikettenschwindel, zu eigenen Lasten. Denn Herber widmet sich weit mehr als dem eigentlichen Seefrachtrecht, wenn dieses auch, wegen seiner Bedeutung völlig zu Recht, mit fast 100 S. ein Schwergewicht darstellt.

Rezension: Der verwerflich handelnde Geschädigte

Der verwerflich handelnde Geschädigte
Rechtsschutzversagung wegen rechts- oder sittenwidrigen Verhaltens im deutschen und englischen Deliktsrecht

Von Lorenz Mayr
(Verlag Mohr Siebeck, Tübingen 2015, brosch., XVII und 341 S., ISBN 978-3-16-154228-2, 64 Euro; Bd. 32 der Schriftenreihe der Gesellschaft für Rechtsvergleichung e. V.)

Ein Einbrecher dringt in eine Garage ein, durch die er in das dazugehörende Haus einbrechen will, was aber nicht gelingt. Gleichzeitig fällt das Garagentor zu, sodass der Einbrecher mehrere Tage in Gefangenschaft verbringt, die er aber durch den Verzehr von Wasser und Tiernahrung, die in der Garage gelagert wurden, überlebt. Ein US-amerikanisches Gericht spricht ihm anschließend ein Schmerzensgeld zu, weil der Eigentümer des Hauses nicht hinreichend Vorsorge getroffen hatte, dass das Garagentor nicht zufallen konnte bzw. von innen nicht wieder zu öffnen war.

Rezension: Grenzüberschreitende Übertragung von Erst- und Rückversicherungsbeständen im Spannungsfeld von Zivil- und Aufsichtsrecht

Grenzüberschreitende Übertragung von Erst- und Rückversicherungsbeständen im Spannungsfeld von Zivil- und Aufsichtsrecht

Von Thomas Seemayer
(Verlag Versicherungswirtschaft, Karlsruhe 2016, 332 S., kart., DIN A5, ISBN: 978-3-89952-905-0, 49,99 Euro; Bd. 28 der Düsseldorfer Reihe – Düsseldorfer Schriften zum Versicherungsrecht)
Nach Schmid (2010) und Bornschlegl (2014) kommt nun mit Seemayer (2016) die dritte Dissertation im noch jungen 21. Jahrhundert zu dem Thema „Bestandsübertragung“. Fast könnte man noch Müller-Magdeburg (1996) dazuzählen. Deutlich wird, dass es um wissenschaftlich hochinteressante Fragen geht.

Rezension: Allgemeine Bedingungen für die Kraftfahrtversicherung (AKB)

Allgemeine Bedingungen für die Kraftfahrtversicherung (AKB)
Kommentar

Von Wolfgang Halm, Andrea Kreuter und Hans-Josef Schwab
(Luchterhand Verlag, Köln, 2. Aufl. 2015, LXI und 2208 S., ISBN: 978-3-472-08408-2, 139 Euro)
I. Die Kraftfahrtversicherung ist einer der wichtigsten Versicherungszweige. Eine detaillierte gesetzliche Regelung fehlt. Die rechtlichen Rahmenbedingungen ergeben sich im Wesentlichen aus den allgemeinen Bestimmungen des VVG, den Sonderregeln des VVG zur Pflichthaftpflichtversicherung sowie dem PflVG und der KfzPflVV.