Dr. Wolfram Desch und Uli Schmidt, Haftung von Steuerberatern für Insolvenzverschleppungsschäden

(Steuer-)Berater stehen vermehrt im Blickfeld von Insolvenzverwaltern, die Schadensersatzansprüche der Gesellschaft wegen fehlerhafter oder unterlassener Beratung im Zusammenhang mit der Insolvenzreife prüfen. Mit seinem Urteil vom 14. 6. 2012 (VersR 2013, 509) öffnete der BGH darüber hinaus die Tür für Regressansprüche von Geschäftsführern und Vorständen gegen (Steuer-)Berater, die ihrerseits vom Insolvenzverwalter wegen verbotener Zahlungen nach Eintritt der Insolvenzreife in Anspruch genommen wurden. Er stellte fest, dass die Geschäftsleiter nach den Grundsätzen des Vertrags mit Schutzwirkung zugunsten Dritter in den Schutzbereich des Vertrags zwischen Gesellschaft und Steuerberater miteinbezogen sind.

Bundestag: Geheimschutzregeln für IT-Dienstleister

„Sehr erfreulich“, „liegt uns besonders am Herzen“, mit solchen Formulierungen begrüßten vom Rechtsausschuss geladene Sachverständige geplante Neuregelungen zum Schutz von Berufsgeheimnissen, zu denen externe Dienstleister Zugang haben. Gegenstand der öffentlichen Anhörung war der Gesetzentwurf der Bundesregierung (18/11936) „zur Neuregelung des Schutzes von Geheimnissen bei der Mitwirkung Dritter an der Berufsausübung schweigepflichtiger Personen“.