Spier/Spier: Grundbegriffe der Unfallmedizin

Die Kenntnis unfallchirurgischer Grundbegriffe ist die Basis von Diagnose, Therapie und der Bearbeitung versicherungsrechtlicher Fragen.

Wer ärztliche Berichte und Gutachten auswerten möchte, muss zahlreiche medizinische Begriffe kennen und zuordnen können. Aus ihrer langjährigen Praxis und der Erfahrung mit Mitarbeiterschulungen geben die Verfasser eine Hilfestellung bei der Interpretation ärztlicher Befundberichte, vermeiden so überflüssige Rückfragen bei Ärzten und erleichtern die Bearbeitung von Rückfragen der Versicherten. Sachbearbeiter erhalten mit diesem Buch eine hilfreiche Arbeitsgrundlage für die tägliche Arbeit.

(VVW GmbH, Karlsruhe, 4. Aufl. 2018, 218 S., kart., ISBN 978-3-96329-032-9, 34 Euro)

(Der Beitrag ist abgedr. in VersR 2019, 466)

Volker Dicke u. a.: Kranken- und Unfallversicherungen Fach- und Führungskompetenz für die Assekuranz/Geprüfter Fachwirt für Versicherungen und Finanzen/Geprüfte Fachwirtin für Versicherungen und Finanzen

Dieser Band der Fachwirtliteratur im Handlungsbereich „Produktmanagement für Versicherungs- und Finanzprodukte“ behandelt die Themen und Inhalte des Bereichs „Kranken- und Unfallversicherungen“. Die dritte, aktualisierte Auflage berücksichtigt das Bedingungswerk Proximus 4.

Severin Kunisch: Dynamisierung ruhender Anwartschaften der betrieblichen Altersversorgung

Der deutsche Gesetzgeber hat die EU-Mobilitätsrichtlinie umgesetzt, indem er ein Benachteiligungsverbot zugunsten ausgeschiedener Arbeitnehmer im Hinblick auf den Wert ihrer unverfallbaren Anwartschaft gegenüber nicht ausgeschiedenen Arbeitnehmern statuiert hat. Im Gegensatz zur alten Rechtslage müssen ruhende Anwartschaften dynamisiert werden. Der Verfasser untersucht die Auswirkungen der Gesetzesänderung auf das System der betrieblichen Altersversorgung in Deutschland. Die bestehenden Zusagearten werden auf ihre Vereinbarkeit mit der neuen Rechtslage hin durchleuchtet. Zudem werden Gestaltungsmöglichkeiten vorgestellt, die Benachteiligungen verhindern.

(VVW GmbH, Karlsruhe 2018, 236 S., DIN A5, kart., ISBN 978-3-96329-180-7, 45 Euro; Bd. 125 der Kölner Reihe)

(Der Buchhinweis ist abgedr. in VersR 2019, 403)

Angela Stöbener: Beratungspflichten des Versicherers – Von der Anlassrechtsprechung zur IDD

Mit der neuen Versicherungsvertriebsrichtlinie 2016/97/EU (IDD) werden erstmals einzelfallbezogene (Beratungs-)Pflichten auf das Direktgeschäft der Versicherer erstreckt. Im deutschen Recht sind Beratungspflichten des Versicherers bereits seit 2008 in § 6 VVG a. F. normiert. Allerdings brachte die Umsetzung der IDD zahlreiche Neuerungen, insbesondere bei Versicherungsanlageprodukten. Diese Dissertation untersucht die Pflichten nach § 6 VVG und bezieht hierbei die umfangreiche und ausdifferenzierte Rechtsprechung zu den Beratungs- und Aufklärungspflichten des Versicherers ein. Auch die Regulierung für Versicherungsanlageprodukte wird analysiert; parallele Entwicklungen im Kapitalanlagerecht werden vergleichend betrachtet. Damit kann dieses aktuelle Nachschlagewerk der Praxis in Versicherungsvertrieb und Rechtsberatung ebenso dienen wie der Wissenschaft. Darüber hinaus stellt die Arbeit die Pflichten in den breiteren Kontext der Informationspflichten, ihrer europarechtlichen Grundlagen und der Beratung durch Vermittler und Berater. Untersucht wird, ob der europäische Gesetzgeber mit der Regulierung sein Ziel erreicht, den VN eine informierte Entscheidung auf Grundlage einer rationalen Auswahl aus den unterschiedlichen Versicherungsangeboten zu ermöglichen und auf diese Weise einen funktionsfähigen Wettbewerb zwischen Versicherern im europäischen Binnenmarkt herzustellen. Die Ergebnisse werden übersichtlich in Thesen zusammengefasst. Alternative Regelungsvorschläge am Maßstab der 1 : 1-Umsetzung dienen als Grundlage der weiteren rechtspolitischen Diskussion – denn nach der Reform ist vor der Reform.

Ute Lohse: Festschrift für Prof. Dr. J.-Matthias Graf von der Schulenburg

Diese Festschrift für Prof. Dr. J.-Matthias Graf von der Schulenburg zum 30jährigen Jubiläum des Instituts für Versicherungsbetriebslehre an der Leibniz Universität Hannover stellt aktuelle versicherungs- und gesundheitsökonomische Forschungsthemen vor: Im Bereich Versicherungsökonomie werden neben einer Branchenumfeldanalyse aufsichtsrechtliche und kapitalmarktspezifische Fragestellungen diskutiert sowie die Entwicklungen der Digitalisierung auf die Versicherungswirtschaft analysiert. Weitere Untersuchungsschwerpunkte sind die Versicherungsnachfrage von Unternehmen sowie die Reformen und weiteren Entwicklungen im deutschen Gesundheitswesen.
Im gesundheitsökonomischen Teil sind neben der Versorgungsforschung und dem Krankenhausmanagement das Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz spezifische Themenfelder. Weitere Forschungsgebiete sind die medikamentöse Krebstherapie, die ökonomische Relevanz von Biosimilars sowie die Versorgung von seltenen Erkrankungen.