100 Jahre Hamburger Seminar für Versicherungswissenschaft

Aus Anlass des 100-jährigen Bestehens des Hamburger Seminars für Versicherungswissenschaft und des Versicherungswissenschaftlichen Vereins in Hamburg e. V. erschien im Dezember 2016 eine Festschrift, die mit vielfältigen Beiträgen zu aktuellen Themen der Versicherungswissenschaft die Leistungen und Verdienste des Seminars und seiner Persönlichkeiten würdigt. Zu den namhaften Autoren der Festschrift zählen langjährige Mitglieder des Seminars ebenso wie seine Freunde und Förderer aus Wissenschaft und Praxis – national wie international.

Wiederhold, Die kartellrechtliche Beurteilung der Zusammenarbeit von Versicherungsunternehmen bei gemeinsamen Erhebungen, Tabellen und Studien unter Geltung der VO (EU) 267/2010 nach europäischem Kartellrecht

Das Werk stellt die Beurteilung der Zusammenarbeit bei der Erstellung der versicherungsmathematischen bzw. -statistischen Grundlagen nach europäischem Kartellrecht dar. Bei der gemeinsamen Statistikarbeit kooperieren mehrere Versicherungsunternehmen und führen die firmenindividuellen statistischen Werte zusammen. Dadurch erhalten sie Statistiken, die die Wirklichkeit besser abbilden.

Cornelissen, Die gewerberechtliche Erlaubnis zur Versicherungsvermittlung und -beratung unter besonderer Berücksichtigung des Polarisationsprinzips

Der Gesetzgeber hat im Zuge der Umsetzung der durch die EU-Vermittlerrichtlinie aufgestellten Vorgaben den abschluss­orientierten Vermittlerbegriff in das VVG aufgenommen und ein gewerberechtliches Erlaubnisverfahren für die Versicherungsvermittlung eingeführt. Die gesetzliche Regelung hat zu einer Vielzahl von Abgrenzungsschwierigkeiten zwischen erlaubnispflichtigen Vermittlungen und erlaubnisfreien Tätigkeiten geführt. Das Werk stellt den gegenwärtigen Erkenntnisstand dar und beschäftigt sich zudem mit den auf europäischer Ebene praktizierten Courtagesystemen und den Auskunfts- und Informationsrechten des VN. Des Weiteren wird ausführlich der Frage nachgegangen, wer bei der GmbH und den Personenhandelsgesellschaften Inhaber der gewerberechtlichen Erlaubnis und damit dem gesetzlichen Polarisationsprinzip unterworfen ist.
Das Buch bietet eine umfassende Erläuterung der geltenden Rechtslage zum Versicherungsvertrieb, aber auch zur Versicherungsberatung, und richtet sich insoweit an sämtliche mit der Versicherungsvermittlung befassten Personen und Unternehmen.

Schaffrin, Die Kontrolle von Allgemeinen Geschäftsbedingungen und Allgemeinen Versicherungsbedingungen: Ein Vergleich

AVB haben im Vergleich zu AGB anderer Wirtschaftszweige eine herausragende Bedeutung. Dies beruht zum einen darauf, dass das VVG keine lückenlosen Vertragsmuster bereithält, sondern nur einen ausfüllungsbedürftigen Regelungsrahmen bietet und somit die Verwendung von AVB voraussetzt. Zum anderen haben AVB produktkonstituierende Wirkung. In Anbetracht dessen bestehen zwischen der AGB- und AVB-Kontrolle Unterschiede.
Der Autor arbeitet diese Unterschiede heraus. Die Untersuchung orientiert sich in ihrem Aufbau am Ablauf einer AGB-Kontrolle und bezieht sich auf die Einbeziehung von AGB in den Vertrag, die Einbeziehung von neugefassten AGB in den bestehenden Vertrag, überraschende Klauseln, die Auslegung von AGB, die Eröffnung der Inhaltskontrolle, die Inhaltskontrolle, das Transparenzgebot sowie die Rechtsfolgen der Nichteinbeziehung und Unwirksamkeit von AGB.
Dieses Buch richtet sich insbesondere an diejenigen, die mit der Erstellung oder Kontrolle von AGB bzw. AVB befasst sind.

Looschelders/Michael, 5. Düsseldorfer Verkehrsrechtsforum

Die Autoren widmen sich ausgewählten Problemen, die sich bei Ansprüchen auf Ersatz von Personenschäden nach einem Verkehrsunfall ergeben.
Im Fall eines körperlichen Dauerschadens ist für den Geschädigten und die Versicherung des Schädigers vor allem die Höhe des Schmerzensgeldes von besonderer Bedeutung. Für die Bemessung des Schmerzensgeldes existieren bisher allerdings keine einheitlichen Kriterien. Daher wird von Prof. Dr. Huber erörtert, inwiefern das Alter als Bemessungsdeterminante dienen kann und Schmerzensgeldsummen am zentralen Faktor der restlichen Leidensdauer zu orientieren sind. Zudem ist bei den Ersatzansprüchen wichtig, wie sich ein etwaiges Mitverschulden auswirkt. Prof. Dr. Looschelders legt bei dieser Thematik den Fokus auf Fälle mit Beteiligung von Kindern und ihren Eltern. Diese Fälle weisen aufgrund der sich noch entwickelnden Einsichtsfähigkeit der Kinder und der elterlichen Aufsichtspflicht Besonderheiten auf, die bei einem Unfall unter Erwachsenen nicht existieren.
Der Band richtet sich an Richter, Fachanwälte und andere Praktiker aus dem Verkehrs- und Versicherungsrecht sowie Wissenschaftler.