Rezension: Die Hausratversicherung – Eine Erläuterung anhand praktischer Fälle

Der Verlag Versicherungswirtschaft hat eine neue Reihe von Kommentierungen unter dem Namen „Grundlagen und Praxis“ herausgegeben, in der Praktiker für Praktiker schreiben und die wesentlichen Grundzüge der besprochenen Thematik darlegen und an Beispielen erörtern. In der Einführung heißt es denn auch, Ziel der Reihe sei, „die wichtigsten Sparten und viele weitere Themen … einfach und verständlich“ zu erläutern. Es gehe ausschließlich um „relevantes Basiswissen“, deren Vermittlung durch einen „hohen Visualisierungsgrad und großen Praxisbezug im Interesse einer effektiven Wissensvermittlung“ erreicht werden soll. Im Vorwort sprechen die Autoren den Leser unmittelbar an und vermuten, dass dieser sich zielgerichtet in das besprochene Thema „Hausratversicherung“ einarbeiten wolle und „dabei keine klassischen Lehrbücher“ bevorzuge. Dann sei dieser Leser „hier genau richtig“.

OVG Berlin-Brandenburg: Transrapid-Eigentümerin muss Verwertungserlöse und Versicherungsleistungen für den Rückbau der Versuchsanlage einsetzen

Das OVG Ber­lin-Bran­den­burg hat ein Urteil des VG Ber­lin im Ergeb­nis bestä­tigt, wonach sich die kla­gen­de Eigen­tüme­rin der Trans­rapid-Ver­suchs­an­lage Ems­land (TVE) in Höhe der Ver­wer­tungs­er­löse und Ver­siche­rungs­leistun­gen an den Rückbaukosten der Anla­ge zu betei­ligen hat.

OLG Oldenburg: Ersetzt die Hausratversicherung nach einem Einbruch auch Bargeld?

Wer zu Hause Bargeld hortet, muss in bestimmten Fällen damit rechnen, dass nach einem Einbruchsdiebstahl von der Hausratversicherung nicht der volle gestohlene Bargeldbetrag erstattet wird. Darauf hat der 5. Senat des OLG Oldenburg in einem aktuellen Beschluss hingewiesen.

Tatbestand:

Ein Restaurantbesitzer hatte nach einem Einbruch den Schaden seinem Versicherer gemeldet. Er hatte in seinen Privaträumen auch Trinkgelder aus dem Restaurantbetrieb in erheblicher Höhe aufbewahrt. Der Versicherer wies auf seine allgemeinen Vertragsbedingungen hin, aus denen sich ergab, dass Bargeld, wenn es nicht in einem Tresor aufbewahrt wird, nur bis zu einem Betrag von 1100 Euro ersetzt werde.

BGH: Kein stillschweigender Regressverzicht des Versicherers bei grob fahrlässiger Schadensherbeiführung durch den Mieter

Versicherungsvertragsrecht
Wohngebäudeversicherung
Kein stillschweigender Regressverzicht des Versicherers bei grob fahrlässiger Schadensherbeiführung durch den Mieter
VVG a. F. § 59; VVG § 78
Der bei Abschluss des Gebäudeversicherungsvertrags nach ergänzender Auslegung der Rechtsprechung stillschweigend erklärte Regressverzicht des Gebäudeversicherers zugunsten der Mieter des versicherten Gebäudes ist auf Fälle der Schadensherbeiführung durch einfache Fahrlässigkeit beschränkt und eröffnet dem Gebäudeversicherer nur in diesem Fall einen direkten Rückgriff auf den Haftpflichtversicherer des Mieters analog dem Innenausgleich der Versicherer bei einer Mehrfachversicherung (gem. § 59 Abs. 2 S. 1 VVG a. F./§ 78 Abs. 2 S. 1 VVG).
BGH, Beschluss vom 26. 10. 2016 (IV ZR 52/14, Koblenz)
[Revisionsentscheidung zu dem in VersR 2014, 1500 abgedruckten Beschluss des OLG Koblenz vom 16. 1. 2014 (10 U 1470/12)]

(Der ganze Beschluss ist abgedr. in VersR 2017, 36)

Prof. Dr. Lena Rudkowski zu versicherungsrechtlichen Problemen des vernetzten Zuhauses

Nach vielen anderen Lebensbereichen erreicht die Digitalisierung nun auch private Wohnungen: Im vernetzten Zuhause, dem sogenannten smart home oder connected home, kommunizieren künstlich intelligente Endgeräte miteinander, um den Bewohnern größeren Komfort und mehr Sicherheit zu bieten. Schätzungen zufolge sollen bis 2020 ca. 1 Mio. Haushalte „smart“ sein.